Wie Kinder lernen

Karla hatte schon nach kurzer Zeit begonnen, Blätter zu sammeln. Die sind alle so anders! Im Kindergarten wurde dann überlegt, was man mit den bunten Blättern alles machen könnte. Manche Kinder wollten die Blätter pressen, andere stellten sie in eine Vase mit Wasser, und ein Kind begann, die Stiele durch die Blätter zu ziehen und eine Krone "zu flechten".

Es wurde dann von den Kindern zur "Herbstkönigin" ernannt. Alle Kinder wollten eine solche Blätterkrone, und schon stand das Programm für den nächsten Tag fest. Beispielsweise gibt es ganz in der Nähe des Kindergartens eine Platane. Die Blätter sind alle abgefallen. Ein Kind ist ganz traurig: Viele Vermutungen werden noch ausgesprochen.

Die Welt der Naturgesetze verstehen

Zu leicht sind wir Erwachsenen wieder versucht, alles zu erklären, auf alle Details einzugehen. Statt dessen könnte die Erzieherin aber auch zu einer Geschichte greifen, damit die Neugier der Kinder noch verstärken und sie zu weiteren Beobachtungen auf ihren Spaziergängen motivieren. Verlockend für Kinder ist es auch, wenn sie einen Auftrag mit auf den Weg bekommen. Ein Kind achtet auf gelbe Blumen, ein anderes auf Käfer oder Regenwürmer. Jede Entdeckung wird der ganzen Gruppe gezeigt. Wahrnehmung und Beobachtung werden dabei in ganz besonderer Weise geschult, da Kinder lernen, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

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Bei einem solchen Spaziergang lautete vielleicht auch der Auftrag, nach den gelben Löwenzahnblüten zu schauen. Beim folgenden Spaziergang sind alle gelben Blüten verschwunden. Beim darauffolgenden Spaziergang finden die Kinder keine Löwenzahnblüten, dafür aber herrliche Pusteblumen. Wie hängt dies zusammen? Auch hier kann eine Geschichte helfen Sicherlich har nicht jeder Kindergarten die Chance eines oder gar wiederholter Besuche in einem Botanischen Garten. Ein solcher Besuch ist aber sehr reizvoll für Kinder, insbesondere, weil auf engem Raum viel zu sehen ist, von heimischen bis zu exotischen Pflanzen.

Zuerst erfolgt ein Informationsbesuch, bei dem sich die Kinder einen Überblick verschaffen können, was es alles zu sehen gibt. Bei Folgebesuchen werden ganz gezielte Beobachtungen angestellt und Wachstum und Entwicklung bestimmter Pflanzen beobachtet.

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Insbesondere wenn es Gewächshäuser gibt, ist der Botanische Garten auch eine Ausflugsmöglichkeit an Schlechtwettertagen oder im Winter. Ich will hier nicht auf Details eingehen, wie ein Besuch im Botanischen Garten gestaltet werden könnte. Wir Erwachsenen müssen uns bei solch einem Besuch auf die Ebene der Kinder begeben, denn dann können wir vielleicht ähnliche Beobachtungen und Entdeckungen machen wie die Kinder - ein Schritt zum Sehen im Kinderaugen.

Lassen wir uns doch von den Kindern zeigen, was sie sehen. Lassen wir uns in Staunen versetzen, und berichten wir über unsere eigene Beobachtung erst, nachdem die Kinder berichtet haben. Kinder sehen andere Dinge, sehen mit anderen Augen, stellen andere Zusammenhänge her, werten ihre Wahrnehmung nach anderen Gesichtspunkten, wenden sich mehr dem Kleinen, dem Detail zu und eröffnen gerade uns Erwachsenen neue längst vergessene Blickwinkel. Supermärkte bieten heute die Möglichkeit, bequem alles einzukaufen, was man zum alltäglichen Leben braucht.

Von der Glühbirne bis zum Obst reicht die Palette. Ganz anders sieht es aus, wenn wir über den Markt gehen. Mit einigen Kindern bummelte ich über den "Grünen Markt". Wir hatten nicht das Ziel, etwas Bestimmtes einzukaufen, sondern wollen nur schauen, was es dort alles gibt. Ich war nur ganz selten mal dort. Wir haben Spargel gekauft. Ich erinnere mich aber auch an ganz komisches Gemüse, das bei uns wächst, aber das ich vorher noch nie gesehen habe!

Der Wochenmarkt - mit den Bauersfrauen aus der Umgebung - bietet ein buntes Bild. Ulrike entdeckte einen Kürbis, der aussah wie eine Blume. Wir kauften ihn, später noch anderes Gemüse, um es zu kochen oder als Rohkost zu essen. Sabine entdeckte einen "Blumenkohlturm" und war ganz fasziniert. Auf einem weiteren Tisch liegen dunkelbraune Stangen, noch erdig. So schwarz und dreckig. Igitt igitt. Alexandra sucht alle Stände mit den Augen ab. Die Verkäufer sind freundlich, und die Kinder dürfen aussuchen.

Unser Korb füllt sich zusehends. Nach etwa eineinhalb Stunden drängen die Kinder zum Heimgehen, denn sie wollen alles probieren. Herrliche Namen haben die Kinder für so manches unbekannte Gemüse gefunden: Fasziniert waren die Kinder auch von der Vielzahl der Einmachgurken. Schmecken die alle gleich? Manches, wie zum Beispiel den Meerrettich, erkannten die Kinder am Geschmack, aber nicht vom Aussehen her.

Diese wurden deshalb gekocht, zu Salat verarbeitet, für eine Suppe benutzt, durch ein Sieb passiert u. Die Tierkartoffeln durften nicht gekocht werden. Aus ihnen entstand zuallererst ein Kartoffelzoo bzw. Einige Tage später wurden sie doch für eine Kartoffelsuppe in den Kochtopf geschnippelt. Sabine glaubte beim Essen, noch den Kartoffelkönig in der Suppe zu entdecken!

Natürlich blieb es nicht bei einem Besuch auf dem Markt! Die Kinder wollten verschiedene Märkte kennenlernen. Allerdings bräuchten wir dazu "so eine Waage mit Eisensteinen". Aus den Einnahmen unseres "Obstmarktes" finanzierten wir weitere Ausflüge auf Märkte und unsere Einkäufe. Lange Jahre dominierten drei Hauptbereiche: Rasen, Sandkästen und Hartflächen.

Natur kennenlernen kinder – criplanggalelvi.ga

Nur ganz selten finden wir Kindergarten-Gärten, bzw. Es gibt zwar Verzeichnisse über giftige Pflanzen, die auf keinen Fall auf der Freispielfläche des Kindergartens angepflanzt werden dürfen.

Stachelige Sträucher bilden einen zweiten Zaun und sind gleichzeitig auch eine Gefahrenquelle. Wie wäre es, wenn die Ziersträucher durch Beerensträucher aller Art ersetzt würden?

Wenn der " zweite Zaun" aus Brombeer- und Himbeersträuchern oder Spalierobst bestehen würde? Wenn als Schattenspender ein Obstbaum oder ein Kastanienbaum gepflanzt würden? Wenn statt Zierrabatten mit den Kindern gemeinsam Blumenbeete angelegt würden? Wenn sich entlang der geschützt liegenden sonnigen Hauswand Bohnen emporranken oder Tomatenstöcke ihren Platz finden könnten? Aber viele Erzieher verweigern leider auch jegliche Gartenarbeit mit den Kindern.

Sicherlich ist es nicht ihre Aufgabe, das ganze Gelände eines Kindergartens zu pflegen. Jedoch gehört zu ihrem Aufgabenspektrum, die Kinder zu Verantwortlichkeit für ihren Lebensraum hinzuführen. Das Aufräumen und die Pflege der Innenräume eines Kindergartens sind selbstverständlich. Aber der Garten? Eine Erzieherin bei einer Fortbildung: Überhaupt sollte der Apfelbaum entfernt werden. Heruntergefallene Früchte locken nur Mäuse und Ungeziefer an. Nee, ich bin kein Gärtner. Am besten Rasen oder Platten! Demgegenüber die Meinung einer anderen Erzieherin: Einige Väter haben umgegraben, und wir haben Beete angelegt.

Wir pflanzen seit Jahren Blumen und Gemüse an. Am tollsten finden es die Kinder, wenn sie erleben können, wie aus einem winzigen Samenkorn eine Pflanze und dann sogar Früchte werden.

Bundesamt für Naturschutz BfN

Wir ziehen viele Pflanzen selbst. Das ganze Jahr über verbringen wir bei schönem Wetter viele Stunden im Freien. Natürlich auch mit Bewegung und Sandspielen, aber auch mit der Pflege unseres Gartens. Was die Kinder vor der Tür beobachten können, das zeige ich ihnen nicht in Büchern.


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Aktivitäten im Garten sind für Kinder wichtig, denn wenn kognitives Lernen nicht mit konkreten Lernerfahrungen verbunden ist, dann bleibt es "aufgesetzt". Die meisten Eltern verstehen das nicht. Sie wollen lieber Förderprogramme. Eine Erzieherin: Einer Mutter war es peinlich, als eines unserer Kinder sie fragte, ob sie wisse, wie der Rosenkohl wachse.

Sie verneinte. Da nahm das Kind sie an der Hand und führte sie in unsere Gartenecke. Gell, da schauste. So viele Rosenköhlchen an einer Pflanze!

Sinneserfahrungen

Wie die wöchentliche Turnstunde, das Singen, Spielen, Basteln usw. Da finden sie unterm Apfelbaum die Äpfel werden von uns geerntet und gegessen bzw. Von Annett Saager. Ein Interview über einen ungewöhnlichen Spielort. Von Susanne Weiss, Sandra Frin. Aber wo anfangen?